Ein neuer Ostermorgen bricht am 5. April 2026 auch in Harthausen an. Rund um den Brunnen auf dem Uchizy-Platz in der Dorfmitte beobachten ab 6 Uhr – noch etwas fröstelnd – rund 40 Menschen den Tagesanbruch. Beim Blick auf das Ende der Rappengasse, dort wo das freie Feld beginnt, sehen sie, wie die Sonne ein Morgenrot an das Firmament zaubert und freuen sich über die friedliche Szenerie, über der die Sonne aufgeht. Mit Musik, nachdenklichen liturgischen und literarischen Texten von Goethes Osterspaziergang über die Ostergeschichte, wie sie der Evangelist Matthäus aufgeschrieben hat, bis zu passenden Witzen gestalten Aktive des Kultur- und Heimatvereins Harthausen gemeinsam mit Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche die öffentliche Feierstunde zum Ostermorgen unter freiem Himmel.
Ein Höhepunkt ist das Schmücken des Brunnens mit frischem Grün, das unter Mithilfe von Besuchern aufgelegt wir. Gisela Horix, Doro und Joachim Lauer, Anna Kohler (Texte) sowie Ulrich Kluger (Gesang) und Andreas Senz (Klavier/Gesang) freuen sich, dass nach der Premiere vor einem Jahr das Event wiederum Interessierte angelockt hat. Das Finale bildet ein kräftiger Kanon mit dem Lied Frère Jacques, das in Deutsch und Französisch intoniert wird. Passend an einem Platz, der den Namen der französischen Partnergemeinde trägt und der sinnbildlich als Zeichen für den dauerhaften Frieden zwischen einst verfeindeten Nationen steht. Das ist ein wichtiger Hinweis gerade in aktuellen (Kriegs-)zeiten weltweit!
Der Ostermorgen im Tabakdorf klingt rund um das entzündete Osterfeuer im Malerwinkel bei Kaffee, frischem Hefezopf, bunten Ostereiern und guten Gesprächen aus. Im kommenden Jahr wäre mit der dann dritten Auflage der Osterbrunnen-Zeremonie endgültig eine neue Tradition in der Gemeinde entstanden. Nicht nur die Verantwortlichen von KHV, Kirche und die Besucher freuen sich jetzt schon darauf. Auch Menschen, die bisher noch nicht dabei waren, sollen schon neugierig geworden sein. Text: Stefan Keller; Fotos: Nicole Wehner-Keller
Erfolgreiche Osterbrunnen-Premiere in der Tabakgemeinde – Zahlreiche Besucher morgens um 5 Uhr dabei
In Harthausen trägt der Brunnen auf dem Uchizy-Platz jetzt eine mächtige aus Thuja geflochtene, sattgrüne und mit vielen bunten Eiern geschmückte Girlande.
Von Stefan Keller
Aufgelegt wurde der mehrere Meter lange vierteilige „Zopf“ samt separat gearbeiteter Krone im aufgehenden Licht des Ostersonntagmorgens. Dazu erklangen der Cat-Stevens-Klassiker „Morning has broken“, das „Halleluja“ sowie das österliche Kirchenlied „Preis dem Todesüberwinder“. Rund 50 Bürger, darunter der Erste Beigeordnete Matthias Löffler und vereinzelte Interessierte aus den Nachbarorten, waren sehr gespannt, alle noch etwas müde, aber durchweg gut gelaunt um 5 Uhr früh der Einladung des veranstaltenden Kultur- und Heimatvereins Harthausen (KHV) gefolgt.
Auf dem nach der französischen Partnergemeinde benannten Platz im Dorfzentrum begrüßte Organisatorin Gisela Horix (KHV) mit der Begründung zum Treffen unter der Überschrift „Vom Dunkel ins Licht“, Doro und Joachim Lauer (katholische Kirche) sprachen literarische und liturgische Texte, Conny Kohlmann las das Ostevangelium nach Lukas. Nachdem Andreas Senz, Leiter des katholischen Kirchenchors der Tabakgemeinde, am Klavier mit dem Lied „You raise me up“ (Original: Johnny Logan) den musikalischen Schlusspunkt gesetzt hatte, zog die Gruppe in den Malerwinkel, wo schon ein Osterfeuer brannte.
Bei Kaffee und einem großen Sortiment selbstgebackenen Hefegebäcks verschiedener Geschmacksrichtungen sowie Körbchen voller bunter und süßer Ostereier entspannten sich rund um den von der KJG während der 72-Stunden-Aktion genau vor Jahresfrist erbauten Backofen schnell angenehme Gespräche. Auch frohes Lachen war vielfach zu hören, während der Tag immer heller wurde. „Schön ist es hier, ein gelungener Ostermorgen.“ „Mit so vielen Menschen hatten wir gar nicht gerechnet.“ „Im nächsten Jahr machen wir…“ Es sieht stark danach aus, als sei die Tabakgemeinde an ihrem Osterbrunnen ein Stück enger zusammengewachsen. Die Neuauflage im kommenden Jahr dürfte gesetzt sein. Quelle: DIE RHEINPFALZ, 21.4.2025
Der Kultur- und Heimatverein Harthausen (KHV) und viele Mitbürger tragen Trauer. Harald Flörchinger, Vorsitzender des KHV, ist am Sonntag, 26. Mai, im Alter von erst 62 Jahren seiner schweren Krankheit erlegen. Flörchinger hinterlässt seine Frau Andrea und den Sohn Pascal.
Bild: Lenz
Harald Flörchinger fühlte sich seiner Gemeinde tief verbunden. Er hing am Tabakdorf, war durch und durch „echder Hartheiser“. Das zeigte an der Pflege und der praktischen Anwendung des heimischen Dialekts bei (fast) jeder Gelegenheit. Es zeigte sich vor allem aber an seinem vielfältigen Engagement in Vereinen, Organisationen und der Kommunalpolitik.
19 Jahre lang gehörte Flörchinger für die CDU dem Ortsgemeinderat Harthausen an. In den Jahren 1992 bis 2022 war er Mitglied zunächst im Verbandsgemeinderat (VGR) Dudenhofen, später im VGR Römerberg-Dudenhofen. Die Kompetenzen des Diplom-Bauingenieurs waren dabei immer wieder gefragt im Bau- und Planungs-, im Haupt- und im Werksausschuss der Räte.
Als dritter Beigeordneter der VG Dudenhofen und als erster Beigeordneter der VG Römerberg-Dudenhofen mit Geschäftsbereich kümmerte er sich von 2004 bis 2019 engagiert um die Geschicke der Kommunen. Im Januar 2023 ließ ihm seine heimtückische Krankheit keine Wahl mehr: Flörchinger legte aus gesundheitlichen Gründen alle Mandate nieder.
Doch die politische Arbeit genügte ihm nicht. Tätig war Flörchinger daneben noch als ehrenamtlicher Schöffe beim Amtsgericht Ludwigshafen, er zählte 1994 zu den Gründungsmitgliedern des KHV. Von 2007 bis zu seinem Tod fungierte er als dessen Vorsitzender. Auch die Theatergruppe des KHV hat er mit aus der Taufe gehoben. Unvergessen sind die Theaterstücke, die über lange Jahre gemeinsam mit Andreas Heck zur Eröffnung des Tabakdorffestes inszeniert worden waren.
Neben seiner Familie wird sein Fehlen den KHV sehr hart treffen: Der Vereinschef war für „seinen“ Verein immer ein toleranter, ausgleichender und innovativer Ideengeber. Unter seiner Leitung stieg die Anzahl der Mitglieder stetig an. Er war Spiritus Rector hinter zahlreichen sehens- und hörenswerten Events, er organisierte informative Busreisen, Lesungen Ausstellungen sowie Konzerte. Ein besonderer Höhepunkt war der Togo-Abend, mit dem der KHV zwei Brunnen in Togo bohren lassen konnte, die heute, über zehn Jahre später, noch einwandfrei laufen. Es war dabei gelungen, das ganze Dorf auf die Beine, in die Heilsbruckhalle und zum Spenden zu bewegen. Ein Herzensanliegen war ihm auch die Herausgabe des Gefallenenbuches für Soldaten des 2. Weltkrieges 2013 zusammen mit Oskar Fischer. Trotz seiner Krankheit arbeitete er intensiv an der Zusammenstellung der Gefallenenliste des 1. Weltkrieges.
Harald Flörchinger hat mit seiner Sammelleidenschaft für den KHV ein großartiges Archiv zusammengestellt und katalogisiert. Es soll das Herzstück im „Alten Bahnhof“ werden. „Diese Archivdokumente waren Haralds absolutes Steckenpferd“, erinnert die Kassiererin des KHV, Marlies Denne, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Der Erhalt des Bahnhofs war sein Anliegen.
Er war bei den ersten großen Entkernungsarbeiten vor vielen Jahren selbst dabei und unterstützte das vor über zwei Jahren angelaufene ehrenamtliche Sanierungsprojekt mit seiner Fachkenntnis bis zuletzt. So oft es ihm noch möglich war, ließ er sich auch an Samstagen im Rollstuhl auf die Baustelle bringen, um sich vom Fortgang der Arbeiten zu überzeugen. Und selbst vom Krankenbett aus schaffte er es regelmäßig den KHV-Mitgliedern als Erster am Morgen über die Whatsappgruppe zu gratulieren. Flörchinger war nie ein „Hoppla, jetzt komm‘ ich-Typ“. Seine Fähigkeiten als Vermittler und Kommunikator waren ihm immer behilflich, seine Ziele zu erreichen und seine zahlreichen Aufgaben zu erfüllen.
An Pfingsten vor einem Jahr hat Harald Flörchinger die höchste Ehrung des Deutsch-Französischen Freundschaftskreis Harthausen-Uchizy (FHU) erhalten: die Ehrenmedaille in Gold für aktive Partnerschaftsarbeit. Nach Angaben der Vorsitzenden Marie Fargeix-Claassen „war er schon immer dabei und immer aktiv in Funktionen.“ Unter seiner Regie wurde der Pferdestall im FHU-Vereinsdomizil Burgunderklause zur Gastro-Küche umgebaut.
Harald Flörchinger wird am Dienstag, 4. Juni 2024, 12 Uhr, auf dem Friedhof in Harthausen beigesetzt.
Beim diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde wurde unsere Arbeit und unsere Leistungen rund um das Pefferminzel mit einer Urkunde und einem Präsent gewürdigt.
Unser „Unterstützerfest“, das aufgrund der widrigen Witterung im Tabakschuppen stattgefunden hat, kam sehr gut an.
Bestens durch das abwechslungsreiche Repertoire der Stadtjugendkapelle Speyer unter der Leitung von Tobias Schmitt unterhalten, hatten sich gut 60 Freunde des historischen Bahnhofs in Harthausen eingefunden. Zahlreiche Gespräche um das originalgetreue Modell von Hartmut Gihr und Fachsimpeln über das Pefferminzbähnel ließen die beiden Mittagsstunden schnell vergehen.
Andreas Heck schilderte den Stand der Sanierungsarbeiten und bedankte sich im Namen des gesamten Kultur- und Heimatvereins Harthausen bei allen Helferinnen und Helfern. Eine kleine Gruppe von Gästen nutzte das Angebot und informierte sich im alten Bahnhof direkt über die Arbeiten.
HURRA, wir haben es geschafft! Allen Spendern sei ein großes Dankeschön übermittelt, Ihr seid einfach super! Vielen, vielen Dank!
So, liebe Leute, wir versuchen da mal was!
Dank‘ der Stadtwerke Speyer haben wir die Möglichkeit, innerhalb von 30 Tagen Spenden zu sammeln, mit denen die Fenster angeschafft werden sollen. Schaut mal rein und lasst bitte eine Spende da!