Alte Rebsorten und alte Reben: Was mundet heute noch?

Für ihre Probe am 9. Oktober 2026 im Tabakschuppen hatten sich die Woischmegger ein nicht ganz einfaches Thema gewählt: „Alte Rebsorten und alte Reben“. 14 Weine galt es zu verkosten, die meisten aus Pfälzer Anbaugebieten, aber auch aus dem Markgräflerland, Sachsen, Macon-Uchizy und dem Elsass.    

Zu den alten Rebsorten zählen zum Beispiel der Elbling, der Gänsfüßer und der Kilianer. Die meisten der getesteten Weine waren trocken bis „staubtrocken“ und enthielten viel Säure; einige lassen sich auch unter „frühe Piwis“, also pilzresistente   Erzeugnisse einordnen.

Nicht alle Proben trafen den Geschmack der Weinkenner, aber die Mehrzahl war durchaus trinkbar. So zum Beispiel eine Kilianer Cuvée. Offiziell ist diese seltene Rebsorte nicht für den Weinbau zugelassen. Die Trauben werden von der Kilianer AG Dudenhofen gepflegt und gelesen und überwiegend zu tiefdunkelrotem Saft verarbeitet.

Heute noch angebaut wird der „Gänsfüßer“, dessen Name auf die Form des Rebblatts zurückgeht, das wie der Fuß einer Gans aussieht. Auch dieser würzige Wein mit einer leicht pfeffrigen Note fand die Zustimmung der Weinrunde. Doch deutlich gefälliger waren die Erzeugnisse aus „alten Reben“, also aus den bekannten Rebsorten wie Roter Gutedel, Weißburgunder oder Chardonnay.

Der nächste Woischmegger-Treff ist einem herbstlichen Flammkuchen-Abend mit passenden Weinen gewidmet, den Ute und Siegfried Keller am 13. November um 19 Uhr ausrichten. Auch der Termin für das Jubiläumsessen anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Woischmegger ist bereits fix: Gefeiert wird am 29. Januar 2027 um 18 Uhr im Speyerer Ratskeller.

Nur eine kleine Auswahl der verkosteten Weine.

Alte Rebsorten machen Laune!

Kurzer Rückblick aufs Tabakdorffest 2026: Bei der Ausstellung im Tabakschuppen erwarben Dres. Kirsten und Jürgen Kissel dieses witzige Bild von einem Weinliebhaber, der sich eine „Flaschen-Bibliothek“ angelegt hat.